EM-Stimmung im Betrieb

EM-Stimmung im eigenen Betrieb

Bald hat das Warten ein Ende! Heute beginnt mit dem Auftaktspiel Frankreich – Rumänien die Suche nach dem neuen Champion Europas. Fußball und Arbeit, verträgt sich das denn? Na klar, wir zeigen Ihnen, wie Sie die Euro als Teambuilding-Aktivität nützen können. Weiters haben wir uns angesehen, wie es rechtlich um das firmeninterne Tippspiel steht und ob das Tragen des Fußballtrikots im Job gestattet ist.

Spiele während der Arbeitszeit verfolgen

Da es sich um eine EM und keine WM handelt, gibt es keine Spiele in der Nacht oder am Vormittag. Die Spiele sind jeweils um 15:00, 18:00 sowie 21:00 angesetzt. Von den eher frühen Spielterminen um 15:00 ist kein Gruppenspiel seitens Deutschland, Österreich oder der Schweiz betroffen. Somit sollte es in der überwiegenden Mehrheit der Betriebe keine Überschneidung der Arbeitszeit mit Spielen des eigenen Teams geben. Prinzipiell obliegt es der ausdrücklichen Zustimmung des Arbeitgebers, ob das Verfolgen von Spielen während der Arbeitszeit erlaubt ist. Ohne Rücksprache ein Fernsehgerät im Büro oder am Arbeitsplatz aufzustellen um beispielsweise eine Sportübertragung anzusehen ist nicht erlaubt. Man riskiert damit eine Verwarnung oder im schlimmsten Fall sogar eine Entlassung. Weniger streng sieht das Gesetz die Alternative via Radio. Wenn Radiohören am Arbeitsplatz generell erlaubt ist – dann darf ein Fußballspiel im Hintergrund akustisch verfolgt werden. Die Arbeit darf dabei aber nicht gestört werden.

Im Trikot zur Arbeit

Gerade an Spieltagen der eigenen Nationalmannschaft heißt es für echte Fans: Trikotpflicht. Doch Fußballtrikot am Arbeitsplatz – verträgt sich das? Hier kommt es auf die Gesamtumstände an. Vertritt der Arbeitnehmer das Unternehmen in der Öffentlichkeit oder bei Kunden, kann der Arbeitgeber das Tragen von Trikots verbieten. Das gleiche gilt für Berufsgruppen mit Kleidungsvorschriften (Uniformen) oder wenn der Betriebsfrieden (durch zu befürchtende Krawalle zwischen Fangruppen im Betrieb) gefährdet ist.

Unser Tipp: Fragen Sie Ihren Vorgesetzten, ob es okay ist, im Trikot zur Arbeit zu kommen. Stimmt dieser zu, dann prüfen Sie nochmal den Zustand Ihres Trikots. Die letzte Bierdusche oder Blutgrätsche sollte man ihm besser nicht ansehen.

Firmeninternes EM-Tippspiel

Die gute Nachricht vorweg: EM-Tippspiele sind nicht strafbar, da sie kein unerlaubtes Glücksspiel sind. Hier geht es zwar meist auch um Geldeinsätze. Bei einer bloßen Wette steht jedoch nicht das Erzielen eines Gewinns im Vordergrund. Zweck ist viel mehr der Spaß an der „Erledigung eines Meinungsstreits“. Bei Glücksspiel hingegen zielen die Organisatoren darauf ab, möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Tippen, Auswerten und Kassieren ist prinzipiell nur während der Pausen erlaubt. Während der Arbeitszeit darf streng genommen nicht einmal über Ergebnisse gesprochen werden. Die meisten Arbeitgeber sehen das in der Regel allerdings nicht so eng.

Unser Tipp: Informieren Sie Ihren Vorgesetzten über Ihre Pläne ein Tippspiel zu organisieren und fragen Sie ihn doch, ob er denn nicht auch mittippen möchte.

EM als Teambuilding-Maßnahme

Spiele um 18:00 und 20:00? Das schreit doch gerade zu nach einem gemeinsamen Schauen der EM. Beamer ausborgen, Bierbänke aufstellen und schon kann’s losgehen. Holen Sie sich ein wenig “Sommermärchen” in den Betrieb und tun Sie gleichzeitig etwas für den Teamgeist: gemeinsam jubeln verbindet. Gleiches gilt für das Tippspiel. Warten Sie nicht, bis ein Mitarbeiter mit der Idee eines Tippspiels auf sie zukommt. Starten Sie aktiv ein firmeninternes Tippspiel. Immer mehr Unternehmen erkennen den Wert dahinter: verstärkte Kommunikation im Unternehmen. Täglich werden auf Fluren und in Fahrstühlen Punktestände ausgetauscht. Wer liegt vorne? Wer konnte am Vortag punkten? Was gibt es zu gewinnen?

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