Die Top 3 Outdoor-Smartphones

Platsch – Neiiiin, schon liegt das neue Handy in der Wasserlache. Na toll, jetzt ist auch noch der Bildschirm zersprungen und das Gehäuse völlig zerkratzt. Hoffentlich lässt es sich noch einschalten! Wem so etwas passiert, der wünscht sich wieder die Robustheit alter Handys aus den 90ern. Oder alternativ ein Outdoor-Smartphone – doch sehen diese auch hübsch aus und was können die überhaupt?
Wir zeigen Ihnen drei der besten Outdoor-Smartphones.

Caterpillar – Cat S50
Caterpillar–Cat-S50

Bildquelle: www.gsmarena.com

Der Baumaschinenhersteller Caterpillar ist seit vielen Jahren ein fixer Stern am Himmel robuster Mobiltelefone. Aktuelles Flaggschiff ist das Cat S50. Temperaturen von -25 Grad Celsius, Stürze aus bis zu 1,2 Meter Höhe oder Kontakt mit Wasser und Dreck  – das Cat S50 steckt dies leicht weg.

Das Smartphone besteht aus einem sogenannten Unibody-Gehäuse, wie man es auch von den iPhones kennt. Das bedeutet, dass das Gehäuse aus einem Alminium-Block gefräst wird und somit schlanker und stabiler ist. Weiters wird dem Nutzer das fummelige Einsetzen des Akkudeckels erspart. Der Kopfhöreranschluss, die USB-Schnittstelle sowie SIM- und Speicherkartenschacht sind mit Verschlusskappen versehen, die mit Gumminoppen am Gerät befestigt sind. Das ist im Alltag allerdings oft nervig und sogar gefährlich für das Gerät. Kopfhörer und USB-Kabel können nicht einfach eingesteckt werden. Leiert der Gumminoppen aus oder wird beschädigt, ist der Wasser- und Staubschutz dahin.

Ausstattung, Leistung und Bedienung

4,7-Zoll-HD-Display, Quad-Core-Prozessor, LTE-Unterstützung und ein erweiterbarer Speicher – was will das Herz mehr?

Der Bildschirm mit seiner scharfen Darstellung hat zwar eine angemessene Größe, jedoch ist die Helligkeit etwas gering. Das dicke Displayglas reflektiert stark. Bereits bei minimaler Neigung wird der Bildschirm im Freien „weiß“, und es ist fast nichts mehr zu erkennen. Für ein Outdoor-Smartphone leider ein K.O.-Kriterium.

Der Gerätespeicher mit acht Gigabyte ist nicht gerade umfangreich, jedoch mittels microSD-Karte erweiterbar. Apps können allerdings nicht auf die Speicherkarte ausgelagert werden können.

Akkulaufzeit und Kamera

Ein besonderes Highlight ist der Akku, mit einer Laufzeit von bis zu zwei Tagen – je nach Nutzungsintensität.

Die Hauptkamera liefert mit 8-Megapixel durchaus brauchbare Schnappschüsse.
Das CAT S50 taugt auch als kurzweiliger MP3-Player-Ersatz und ist mit angeschlossenen Kopfhörern auch in der Lage, UKW-Radioprogramme zu empfangen.

Der Smartphone ist seit dem Sommer 2015 ohne Vertrag bereits ab € 479.- (UVP) im Handel erhältlich.

Samsung Galaxy Xcover 3
Samsung-Galaxy-Xcover-3

Bildquelle: www.bestmobs.com

Mit dem Samsung Galaxy XCover 3 lässt Samsung bereits die dritte Generation an outdoortauglichen Telefonen auf die Mobilfunkgemeinde los.
Outdoor-Fans freut vor allem das robuste und wasserfeste Gehäuse.

Die mit stabilem Kunststoff verstärkten Eckpartien des Gehäuses, die geriffelte und dadurch rutschhemmende Rückseite sowie die als Hardkeys ausgeführten Android-Tasten auf der Front sprechen eine deutliche Sprache.

Dem Einsatz auf der Baustelle oder im Forst steht dank des stabilen Gehäuses nichts mehr im Weg.
Samsung ist es gelungen dem Galaxy Xcover 3 ein 10 Millimeter flaches Gehäuse und eine gefällige Optik zu verpassen.
Was sehr für das Smartphone spricht ist, dass es ohne fummelige Gummiabdeckungen an Kopfhörer und Micro-USB-Buchse auskommt und dennoch vor Staub und Wasser geschützt ist.

Ausstattung, Leistung und Bedienung

Es präsentiert sich mit einer  4,8 Zoll großen TFT-Anzeige mit ihrer Auflösung von lediglich 480 x 800 Pixeln. Die Inhalte werden leider etwas flau auf dem Bildschirm wiedergegeben. Die Strahlkraft geht aber trotz allem mehr als in Ordnung. Auch im hellen Sonnenlicht lässt sich das Display ablesen.

Die maximale Helligkeit erreicht das Samsung aber erst, wenn in der Helligkeitseinstellung der Haken bei  „Im Freien“ gesetzt wird.  Ein nettes Feature hier ist, dass auch die Touch-Empfindlichkeit erhöht werden kann, sodass der Bildschirm sogar mit Handschuhen bedient werden kann.

Das Handy ist insgesamt zwar  ausreichend schnell, gelegentliche Verzögerungen sind aber spürbar.

Akkulaufzeit und Kamera

Das Outdoor-Smartphone präsentiert sich als stromhungriger Zeitgenosse.
Die Gesprächszeiten sind mit bis zu 17:35 Stunden im GSM- und 6:15 Stunden im UMTS-Betrieb nicht gerade das Gelbe vom Ei.

Samsung spendiert dem Galaxy Xcover 3 eine auf der Rückseite recht hübsch eingefasste und mit 5 Megapixel auflösende Hauptkamera. Diese wird von einem sehr großen LED-Blitz unterstützt. Das Objektiv besitzt eine maximale Blendenöffnung von 1:2,2. Beide Werte zeugen nicht von High-End, liefern jedoch eine erstaunlich gute Leistung ab. Allerdings nur, solange genügend Licht vorhanden ist und man sich mit Nahaufnahmen begnügt. Auf der Frontseite gibt es noch eine Selfie-Kamera mit 2 Megapixel Auflösung. Sie taugt jedoch nur für den Schnappschuss zwischendurch .
Das Samsung Galaxy Xcover ist bereits ab € 249.- (UVP) zu haben und seit Sommer 2015 im Markt erhältlich.

Kyocera Torque
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Bildquelle: www.gsmarena.com

Ob Baustelle oder Rafting-Tour: Das Kyocera Torque beherrscht, laut Hersteller alles. Sturz, Wasser, Kälte, Hitze – mit diesem Outdoor-Smartphone muss man sich wohl nicht einmal vor einer Zombie-Apokalypse fürchten.
Der japanische Hersteller Kyocera bringt das Outdoor-Smartphone Torque nach Europa. Das Gerät ist besonders hart im Nehmen unter anderem ein auch mit Handschuhen bedienbares Display, einen starken Akku und eine besondere Technik für das Telefonieren in lauter Umgebung.

Ausstattung, Leistung und Bedienung

Das Display des Kyocera Torque misst 4,5 Zoll und schneidet bezüglich Qualität für ein Mittelklassemodell überdurchschnittlich gut ab. Laut Hersteller lässt sich das Display mit bis zu drei Millimeter dicken Handschuhen bedienen und auch wenn der Screen nass ist.

Die Ausstattung des Kyocera Torque ist eher im unteren Mittelklassebereich angesiedelt. Der eingebaute Prozessor sorgt zwar im Alltag für ausreichend flüssige Bedienung, gelegentlich lassen sich jedoch kurze Aussetzer beobachten.  Seine Stärken liegen in anderen Bereichen. So lässt sich die seitliche Taste frei mit Apps und Funktionen belegen, die bei längerem Druck ausgeführt werden. Auffallend gut ist das Gesamtpaket. Denn welches andere Outdoor-Smartphone bringt sonst schon NFC mit?

Akkulaufzeit und Kamera

Der Akku leistet stolze 3.100 mAh. Im Alltag werden die meisten Nutzer also gut zwei bis vier Tage auskommen. Heavyuser mindestens einen Tag. Anschließend kann der nicht wechselbare Akku sogar kabellos induktiv per Qi-Standard geladen werden.

Die Kamera des Kyocera Torque bietet 8 Megapixel und auch einen LED-Blitz. Bei der Frontkamera sind es immerhin 2 Megapixel. Die Qualität der Hauptkamera geht für ein Mittelklassegerät voll in Ordnung.

Das Kyocera Torque ist bereits ab € 379.- (UVP) im Handel zu erwerben und ist bereits seit dem Frühjahr 2015 erhältlich.

Fazit

Kälte und Hitze, Wasser und Staub, Kratzer und Stöße – nicht alle modernen Smartphones kommen mit solch widrigen Bedingungen klar. Doch es gibt sie, die robusten Outdoor-Handys, die auch in Extremsituationen nicht so schnell schlapp machen. Nicht nur technisch stehen diese Endgeräte Ihren Kontrahenten am Markt meist nicht mehr um viel nach, auch die Optik überzeugt. Die Geräte entpuppten sich als äußerst hart im Nehmen und sind daher ideale Begleiter für aktive Menschen, die sich bei Wind und Wetter im Freien aufhalten. Falls Ihre Tätigkeiten hauptsächlich draußen liegen und nicht unbedingt immer staub- und wasserfrei sind, empfehlen wir Ihnen ein Outdoor- Smartphone. Damit haben Sie bestimmt lange Freude und Sie müssen keinen Gedanken mehr daran verschwenden, ob ihr teures Handy den Baustellenalltag überleben wird.

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