Die Transportverpackung

Galt der Transport von Gütern in der früheren Zeit noch eher als Herausforderung, so ist er vom heutigen Alltag gar nicht mehr wegzudenken. Täglich werden abertausende Güter von A nach B transportiert, was einerseits der heutigen, ausgereiften Logistik und Infrastruktur zu verdanken ist, und andererseits den vielen tausend Menschen, die dafür vorgesehene Prozesse entwickeln und stetig optimieren.

Es gibt sehr viele Güter, die zwar gesetzeskonform gesichert werden müssen, um während der Fahrt nicht in Bewegung zu geraten oder gar vom Transportfahrzeug zu rutschen, aber in ihrer ‚reinen‘ Form transportiert werden können, wie etwa Langgut (zum Beispiel Rohre, Balken oder Dachlatten).

Wieder andere Güter müssen einerseits optimal gesichert werden, und andererseits muss das Ladegut selbst vor möglichen Schäden geschützt sein. An dieser Stelle kommt ein Element ins Spiel, dem in der Regel eher wenig Beachtung geschenkt wird oder das sogar ab und an als lästig empfunden wird: die Transportverpackung.

Als Transportverpackungen gelten Verpackungen, die den Transport von Waren erleichtern, die Waren auf dem Transport vor Schäden bewahren oder die aus Gründen der Sicherheit des Transports verwendet werden.

Jeder kennt es: man erhält ein Paket oder eine größere Lieferung und muss sich erst mal durch zahlreiche Schichten Verpackungsmaterial arbeiten, bis man zum Ziel kommt – häufig nervenaufreibend und zeitintensiv. Oft vergisst man aber, dass diese Verpackung eigentlich unterschiedlichste Funktionen erfüllt und maßgeblich daran beteiligt ist, dass wir unsere Lieferungen unbeschadet erhalten.

Allgemein

Das Thema Verpackungen ist umfangreicher, als viele vielleicht denken mögen. Neben zahlreichen Verpackungsarten, -materialien und -formen erfüllen die verschiedenen Verpackungen auch unterschiedliche Zwecke. Nicht alle Verpackungen dienen beispielsweise dem Transport von Gütern.

Im Allgemeinen gibt es vier Abstufungen, die das Deutsche Verpackungsinstitut in einer Grafik sehr gut veranschaulicht und beschrieben hat:

  • Primärverpackung

    … kann als die Hülle des Packguts gesehen werden. Sie steht also in direktem Kontakt mit dem Produkt und ist oftmals sehr kreativ und aufwendig gestaltet, um die beste Werbewirkung zu erzielen.

  • Sekundärverpackung

    … fasst mehrere kleinere Einheiten zu einer größeren Verpackungseinheit zusammen, mit dem Ziel der einfacheren Handhabung und Verteilung.

  • Tertiärverpackung

    … sind 1) und 2) eher als Verpackungen zu sehen, die in direktem Zusammenhang mit dem Produkt stehen, zählt die Tertiärverpackung zu den Transportverpackungen. Wie in der Grafik beschrieben kann es sich dabei etwa um Faltschachteln handeln.

  • Ladeeinheit

    … steht zwar nur indirekt mit dem Produkt in Verbindung, zählt aber dennoch als Transportverpackung. Hier geht es im Grunde darum, große Mengen des Transportguts bestmöglich und kompakt zusammenzufassen, um so einen möglichst reibungslosen und effizienten Transport zu ermöglichen. Von ‚Ladeeinheit‘ kann daher gesprochen werden, wenn zum Beispiel mehrere Verpackungseinheiten auf einer Palette zusammengefasst werden.

Weitere Beispiele für Transportverpackungen sind beispielsweise Kartons, Papier, Folien, Schaumstoff, Umreifungsbänder, Schaumstoff-Flocken/Chips, Holzverpackungen, Styropor oder Säcke.

Bedeutung

Die Bedeutung, die einer Transportverpackung zukommt, erkennt man spätestens dann, wenn ein Transportgut beschädigt am Lieferort ankommt. Es gibt bereits zahlreiche Unternehmen, die die Wichtigkeit dahinter erkannt haben, das Thema aufgegriffen und sich auf die Herstellung von Transportverpackungen spezialisiert haben, wie zum Beispiel Auer Packaging, ipc Austria, Stefan Lochbihler GmbH, De Pack, uvm.

Transportverpackung und Ladungssicherung

Was man außerdem nicht außer Acht lassen sollte: durch eine möglichst kompakte, einwandfreie Transportverpackung gestaltet sich auch die Sicherung der Ladung wesentlich einfacher. Ist ein Ladegut nämlich sehr sperrig oder unförmig, ist dessen Sicherung oft mit viel mehr Arbeits- und Zeitaufwand sowie mehr Risiken verbunden (z.B. Verrutschen). Natürlich gibt es bereits sehr viele Produkte, wie zum Beispiel unsere Antirutschmatte, die ein Verrutschen der Ladung verhindern – allerdings sollten auch die Grundvoraussetzungen stimmen.

Fazit

Es gibt zahlreiche Faktoren, die einen erfolgreichen Gütertransport ausmachen. Auch die Transportverpackung spielt hierbei eine wichtige Rolle. Güter, die defekt oder nicht in einwandfreiem Zustand geliefert werden, verursachen nur extra Bürokratie, Zeitaufwand, unnötige Kosten sowie unzufriedene Kunden. Sollten Sie Güter versenden, achten Sie neben der ordnungsgemäßen Ladungssicherung auch auf eine einwandfreie Transportverpackung. So ersparen Sie sich zusätzlichen Mehraufwand – und der Empfänger der Sendung wird es Ihnen danken!

Bildquellen: http: www.verpackung.org, www.pixabay.com

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